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Männliche Opfer häuslicher Gewalt brauchen spezialisierte Beratungsangebote

Die Gewaltbetroffenheit von Männern findet nur selten Eingang in den öffentlichen Diskurs. Wenn es um Gewalt geht, werden Männer in der sozialen Rollenzuschreibung zumeist auf die Rolle der Täter festgelegt. Das gilt ganz besonders für den Kontext häusliche Gewalt. Dass hier auch Männer zu Opfern und Frauen zu Täterinnen werden, wird gegenwärtig immer noch gesellschaftlich tabuisiert.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift impu!se für Gesundheitsförderung werden dazu vom Männerbüro Hannover e. V.entsprechende Beratungsangebote für Männer als Betroffene häuslicher Gewalt vorgestellt (S. 22-23).

Am Montag, den 16. April 2018 findet in der Akademie des Sports in Hannover die Fachtagung "Pflegende Angehörige – Depression – Prävention" statt. Pflege kann krankmachen: Überlastung, Erschöpfung, sozialer Rückzug – pflegende Angehörige riskieren ihre Gesundheit. Die BARMER fand bei einer Studie im Zusammenhang mit einem viertägigen Kompaktseminar für pflegende Angehörige heraus, dass rund 38 Prozent der Teilnehmenden unter einer klinisch relevanten Depression leiden. Insgesamt leidet etwa die Hälfte aller Pflegepersonen an psychischen Problemen - deutlich mehr als nicht-pflegende Menschen. Nach wie vor übernehmen mehr Frauen als Männer Arbeiten in der Häuslichen Pflege, doch der Anteil pflegender Männer steigt. Angehörige zu pflegen ist eine Aufgabe mit außerordentlich hohen Anforderungen, die leider noch immer mit einem erhöhten Armutsrisiko einhergeht. Obwohl diese Tätigkeit gesamtgesellschaftlich einen sehr hohen Stellenwert hat, wird sie nicht genügend wertgeschätzt. Die Tagung möchte Wege aufzeigen, wie Angehörige besser auf sich achten können, um unbeschadet diese Zeit intensiver Belastung zu überstehen. Sie spricht interessierte Fachleute und pflegende Angehörigengruppen an und möchte politisch Verantwortliche sensibilisieren.
Der Fachtag wird von der AG Gender und Depression des Bündnisses gegen Depression der Region Hannover in Kooperation mit der BARMER veranstaltet. Online Anmeldungen sind bereits unter www.gesundheit-nds.de möglich.

Am 22. Februar 2018 fand eine Fortbildung zum Thema Häusliche Gewalt im KSD Hannover statt. Frauke Petzold von der Waage Hannover e.V. und Dr. Almut Koesling vom Männerbüro Hannover e.V. waren die Referentinnen. Das Fortbildungskonzept wurde im Rahmen von HAIP mit weiteren Interventionsstellen entwickelt - beteiligt waren die BISS und die Bestärkungsstelle.

Am 12. Februar 2018 trafen auf Einladung des Männerbüros einige Mitglieder des Teams mit der SPD - Bundestagsabgeordneten Yasmin Fahimi und der Leiterin Ihres Wahlkreisbüros Julia Laube zu einem Gedankenaustausch zusammen. Wir nutzten die Gelegenheit, um Frau Fahimi und Frau Laube über die einzelnen Arbeitsbereiche des Männerbüros zu informieren. Weitere Themen waren die Wünsche der Beratungsstelle, insbesondere eine verlässliche und angemessene Finanzierung, sowie die Forderungen der BKFS (Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend), die wir teilen. Nach einem Besuch von Sven Kindler, Die Grünen, und Ulla Ihnen von der FDP war Frau Fahimi die dritte Abgeordnete des Bundestages, die sich für die Arbeit desMännerbüro und auch für die Sorgen und Wünsche des Vereins interessierte. Ein weiterer Austausch wurde verabredet.

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