Gewalttätiges Verhalten von Jungen und männlichen Jugendlichen soll gestoppt werden, damit eine Täterkarriere verhindert wird.
Die Delikte im Rahmen Allgemeiner Gewalt sind in der Regel Körperverletzungen.
Je nach Alter und Verselbständigung der Schädiger (14 bis 21 Jahre alt) werden die Erziehenden angemessen in das Training einbezogen.
Die Entwicklung des Projekts erfolgte im Lauf der letzten Jahre durch vereinzelte Nachfragen – häufig von Seiten der Jugendgerichtshilfe.
Als besonderes Profil des Projektes bildete sich dabei zum einen die besondere Berücksichtigung der geschlechtlichen Aspekte in der Begrenzung zerstörerischer männlicher Aggression heraus. Nicht zuletzt, da hier männliche Trainer mit männlichen Teilnehmern arbeiten und hier eine spezifische Form des gleichgeschlechtlichen „doing gender“ entsteht.
Zum anderen wurde mehr Gewicht auf die Bearbeitung der biographischen Belastungen der Teilnehmer gelegt, sodass Dynamiken der Täter-Opfer-Täter-Kreisläufe besser handhabbar wurden.
Die Hauptzielgruppe bilden Jungen und männliche Jugendliche (14 bis 18 bzw. 21 Jahre), die gewalttätig aufgefallen sind und eine Auflage von Seiten der Justiz, einer Schule, eines Vereins oder anderen erhalten haben.
Außerdem werden die Bezugspersonen und die mit den Jugendlichen/ Heranwachsenden befassten Institutionen einbezogen und begleitet.
Insbesondere bei Jungen zwischen 14 und 16 Jahren werden für das Training die Erziehenden aktiv mit einbezogen.
Das Ziel der Täterarbeit ist es, die gewalttätigen männlichen Jugendlichen und Heranwachsenden lernen, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und Gewalthandlungen zukünftig unterlassen. Insbesondere:
Die Dauer des Trainings ist fallabhängig, mindestens 10 Einzelstunden.
Da in diesem Projekt keine Regelfinanzierung vorliegt, sind wir auf Bußgelder und einen Selbstkostenbeitrag der Teilnehmer, oder die Kostenübernahme durch Dritte angewiesen.
Die Klärung der Kostenübernahme durch Dritte (z.B. Jugendamt, Arge, o.ä.) obliegt den Sorgeberechtigten bzw. den volljährigen Teilnehmern.
Es gilt der jeweilige Fachleistungsstundensatz (z.Zt. 51,00 €).
Gewalttätige Grenzverletzungen fordern deutliche Reaktionen heraus. Damit die Jungen und männlichen Heranwachsenden eine klare Haltung zur Begrenzung ihrer Gewalt finden und dabei auch positive Orientierung für neue Handlungsfelder erhalten, ist eine enge Kooperation der verschiedenen Verantwortungsträger sehr wichtig.
Das Projekt ist im Sechseck aus Jugendlichem, Gericht, Eltern/Sorgeberechtigten, Jugendgerichtshilfe, ASD/KSD und Bewährungshilfe angesiedelt und versteht sich als weiteren Anteil, der zum Gelingen der Entwicklung des Teilnehmers die Vernetzung mit den anderen Beteiligten sucht.
Tel.: 0511 - 123 589 - 0
Montags: 15:00h -16:00 Uhr
Freitags: 11:00h -12:00h
Ansprechpartner Ekkehard Ehler
e-Mail: ekkehard.ehler(at)maennerbuero-hannover.de