Wir arbeiten mit Männern, die gegen ihre (Ex-) Partnerin gewalttätig geworden sind. Interessierte nehmen nicht nur von sich aus, sondern auch durch Weisungen der Staatsanwaltschaft, als Auflage im Rahmen des Strafvollzugs bzw. Bewährungsauflage, aber auch vermittelt durch Beratungsstellen, Ärzte/innen oder Therapeuten/innen Kontakt zu uns auf.
Oberziel unserer Arbeit ist, dass die teilnehmenden Männer lernen, Beziehungskonflikte und -krisen gewaltfrei zu lösen. Damit wird die Sicherheit für die betroffene (Ex-)Partnerin erhöht. Zum Erreichen des Ziels der Gewaltfreiheit gehört, dass die Teilnehmer Verantwortung für ihr Verhalten übernehmen, ihre (Selbst-) Wahrnehmung und Selbstkontrolle steigern sowie kommunikative und soziale Kompetenzen verbessern. Zentrale Inhalte der Arbeit sind Entwicklung von Opferempathie, Notfall- und Sicherheitspläne, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien.
Gewalt ist für uns der Ausdruck eines beabsichtigten Verhaltens, welches in einen bestimmten soziokulturellen Kontext und das Geschlechterverhältnis eingebunden ist.
Beratungsanlass, Falldarstellung und Fallinformationen, Kontext, Motivation, Tateingeständnis, Kurzbiographie, Ziel, Empfehlungen, Entscheidung über Eignung/Zulassung zu einer unserer angebotenen Maßnahmen, ggf. Vereinbarungen. Problemanalyse, Vorfallbeschreibung, Krisenbewältigung und der Beratung über Veränderungsmöglichkeiten und -wege, gegebenenfalls gemeinsam mit der (Ex-) Partnerin.