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MäNNERBüRO HANNOVER E. V.
Arbeit mit sexualisiert grenzverletzenden Jugendlichen
Zielgruppe:
Die Hauptzielgruppe bilden Jungen und männliche Jugendliche (14 bis 18 bzw. 21 Jahre), die sexualisiert grenzverletzend/gewalttätig aufgefallen sind und eine Auflage von Seiten der Justiz, einer Schule, eines Vereins oder anderen erhal¬ten haben.
Außerdem werden die Bezugspersonen und mit den Jugendlichen/Heranwachsenden befasste Institutionen einbezogen und begleitet.
In der Altersgruppe der 14 bis 21 Jährigen erfolgt das Training überwiegend in einer Gruppenarbeit.
Bei Jungen zwischen 12 und 16 Jahren wird das Training individueller abgestimmt und gestaltet, wobei geklärt wird, wie intensiv die Erziehenden aktiv einbezogen werden.
Bei der Vorbereitung und Durchführung des Trainings werden die Eltern/ Sorgeberechtigten der Täter mit einbezogen und der soziale Kontext berücksichtigt.
Ziel der Arbeit:
- Ziel der Täterarbeit ist, dass sexuell grenzverletzende Jugendliche und Heranwachsenden lernen, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und Gewalthandlungen zukünftig unterlassen.
- Bewährt hat sich dabei die Arbeit in Gruppen zur Auseinandersetzung mit der Tat, zum Erlernen gewaltfreier Konfliktlösungen und zur Steigerung der sozialen Kompetenz.
- Damit trägt Täterarbeit auch zum Opferschutz bei.
Zulassungsbedingungen:
- ein (zumindest minimales) Tateingeständnis
- eine (zumindest teilweise) Einsichtigkeit in die Unrechtmäßigkeit der Tat
- eine (zumindest teilweise) Verantwortungsübernahme für die Tat
- ausreichende kognitive/sprachliche Fähigkeiten
- keine psychiatrisch relevante Erkrankung
- kein akuter Drogen-/Alkoholkonsum
- keine akute Selbst- und/oder Fremdgefährdung
- Klärung der Kostenübernahme
Schwerpunkte der praktischen Arbeit:
- Steigerung der Motivation zur Verhaltensänderung
- Übernahme von Verantwortung / Aufhebung von Verleugnungsmustern und kognitiven Verzerrungen
- Unterbrechen von Missbrauchsketten
- Empathie mit dem Opfer
- Anerkennung der Selbst-Schädigung bzw. der eigenen Folgen der Tat
- Konkrete Rückfallvorsorge (u.a. Notfallplan)
- Steigerung der Selbstwahrnehmung und Selbstkontrolle
- Respektvoller Umgang mit den Grenzen anderer
- Erlernen alternativer Verhaltensweisen
- Förderung der persönlichen Ressourcen und der sozialen Kompetenzen
- Anregung zur Entwicklung angemessener geschlechtlicher und sexueller Identität
Dauer des Trainings:
- Einzeltraining: fallabhängig, mindestens 10 Einzelstunden
- Gruppentraining: 24 Termine (1,5 - 2 Stunden/Woche, je nach Gruppengröße)
Methoden unserer Arbeit:
- Darstellendes Spiel - Rollenspiel
- Bewegung, Körperarbeit und Entspannungsübungen
- Gruppenaktivität, Spiel und kreatives Gestalten
- Gesprächskreise
Finanzierung:
- Erstberatungen sind grundsätzlich kostenfrei.
- Für Teilnehmer mit Wohnsitz Hannover Stadt ist das Gruppenangebot kostenfrei.
- Die Kosten für Einzelberatungen müssen im Einzelfall geklärt werden.
- Für Teilnehmer mit Wohnsitz außerhalb Hannovers gilt der jeweilige Fachleistungsstundensatz.
Kontakt:
Telefon: 0511 – 123 589 - 0
Ansprechpartner Ekkehard Ehler
e-mail: ekkehard.ehler(at)maennerbuero-hannover.de
Telefonische Sprechzeit:
Mo 16:00 bis 17:00 Uhr
Fr 11:00 bis 12:00 Uhr
Druckdatum: 19.05.2012
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