Sexualisiert grenzverletzendes Verhalten von Jungen und männlichen Jugendlichen muss gestoppt werden, damit eine Täterkarriere verhindert wird. Die Delikte können sein: sexueller Missbrauch, Inzest, Vergewaltigung/sexu¬eller Nötigung, sexuelle Belästigung und/oder exhibitionistischen Handlungen sowie die Verbreitung porno¬graphischer Schriften. Je nach Alter und Verselbständigung der Schädiger (12 bis 21 Jahre alt) werden die Erziehenden angemessen in das Training einbezogen. Ziele des sozialen Trainings sind:
1. Beendigung von Machtspielen und Entwicklung gewaltfreier Lösungen,
2. Stärkung der Gefühls- und Bedürfniswahrnehmung sowie der Selbstkontrolle,
3. Ergänzung der Fremdmotivation um eine Eigenmotivation bei der Verhaltensänderung.
Die Hauptzielgruppe bilden Jungen und männliche Jugendliche (14 bis 18 bzw. 21 Jahre), die sexualisiert grenzverletzend/gewalttätig aufgefallen sind und eine Auflage von Seiten der Justiz, einer Schule, eines Vereins oder anderen erhal¬ten haben.
Außerdem werden die Bezugspersonen und mit den Jugendlichen/Heranwachsenden befasste Institutionen einbezogen und begleitet.
In der Altersgruppe der 14 bis 21 Jährigen erfolgt das Training überwiegend in einer Gruppenarbeit.
Bei Jungen zwischen 12 und 16 Jahren wird das Training individueller abgestimmt und gestaltet, wobei geklärt wird, wie intensiv die Erziehenden aktiv einbezogen werden.
Bei der Vorbereitung und Durchführung des Trainings werden die Eltern/ Sorgeberechtigten der Täter mit einbezogen und der soziale Kontext berücksichtigt.
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